Christen im Dienst an Kranken e.V.
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Verhütung

Dr. med. Nora Seegers

Einleitung

In der heutigen Zeit gibt es eine Fülle von Verhütungsmethoden. Doch darf ich als
wiedergeborene Christin auch alle Verhütungsmethoden einsetzen?

Wirken Verhütungsmittel abtreibend?
Viele Fragen tauchen im Zusammenhang mit diesem Thema auf.
Dieser Artikel soll eine Übersicht über die verschiedenen Verhütungsmethoden und ihre Wirkungsweise geben. Er soll in keiner Weise beratende Funktion ausüben.


Die Wahl eines Verhütungsmittels ist für jede Frau sehr individuell und sollte unbedingt mit der
behandelnden Gynäkologin bzw. dem behandelnden Gynäkologen abgesprochen werden.
Ob aus geistlicher bzw. biblischer Sicht Verhütung im Rahmen einer Ehe überhaut
eingesetzt werden sollte, wird in diesem Artikel nicht behandelt und sollte von theologisch
ausgebildeten Männern diskutiert werden.

2. Der weibliche Zyklus

Unter dem weiblichen Zyklus versteht man die immer wiederkehrende Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, die gleichzeitige Heranreifung der Eizellen und die Schwankung der weiblichen Hormone, welche durch einen hormonellen Regelkreis gesteuert werden.
Ein Zyklus hat im Durchschnitt 27 Tage. Der erste Tag eines Zyklus ist der erste Tag der Monatsblutung. Der Eisprung findet in der Mitte des Zyklus, ca. zwischen dem 12.-16. Tag, statt.

2.1. Erste Zyklushälfte
In dieser Phase macht sich der weibliche Körper bereit für eine eventuelle Schwangerschaft.
Eizellen reifen heran, die Gebärmutterschleimhaut baut sich auf, der Gebärmutterschleim
wird für die Spermien durchlässig. Der Eileiter wird beweglich und kann dadurch die Eizelle
in Richtung Gebärmutterhöhle transportieren.
Das Hormon Östrogen ist in dieser ersten Zyklushälfte vorherrschend.

2.2 Eisprung
Das herangereifte Ei (meistens eins, es können aber auch zwei sein) verlässt den Eierstock
und gelangt in den Eileiter, wo es befruchtet werden kann.

2.3. Zweite Zyklushälfte
Die zweite Zyklushälfte beginnt mit dem Tag des Eisprungs. In dieser Hälfte ist das
Progesteron (Gelbkörperhormon) vorherrschend. Falls ein Ei befruchtet wird, sorgt das
Gelbkörperhormon mit für den Erhalt einer eventuellen Schwangerschaft. Weiterhin sorgt
das Gelbkörperhormon für eine Unbeweglichkeit der Eileiter und für eine nahezu vollständige
Undurchlässigkeit des Gebärmutterschleims für Spermien.

3. Die verschiedenen Verhütungsmittel

3.1 Der Pearl Index (PI)
Der PI ist ein Maß für die Wirksamkeit bzw. Zuverlässigkeit einer Verhütungsmethode. Er
gibt die Anzahl der Frauen an, welche von 100 Frauen mit dieser Methode in einem Jahr
schwanger werden.
Wenn keine Verhütungsmethode angewandt wird, werden von 100 Frauen (die nicht
verhüten) 30-85 in einem Jahr schwanger.
Bei allen Verhütungsmethoden treten in Ausnahmefällen Schwangerschaften auf, es besteht
also die Möglichkeit der Befruchtung einer Eizelle. Im vorliegenden Manuskript soll daher
auch diskutiert werden, welche Verhütungsmethoden zumindest theoretisch die Einnistung
einer befruchteten Eizelle in die Gebärmutter verhindern könnten und somit formal eine
abtreibende Wirkung nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden kann.

3.2. Verhaltensmethoden
Diese Verhütungsmethoden greifen nicht in den weiblichen Zyklus ein. Mit Hilfe dieser
Methoden kann eine Frau ermitteln, in welchem Teil des Zyklus (vor oder nach dem
Eisprung) sie sich befindet. Im Bezug auf eine mögliche abtreibende Wirkung einer
Verhütungsmethode sind alle Verhaltensmethoden unbedenklich.

3.2.1 Temperaturmethode (PI 0,8 – 3)
Durch diese Methode kann der Tag des Eisprungs in einem Zyklus ermittelt werden, um eine Schwangerschaft (regelmäßiger Zyklus vorausgesetzt) zu verhindern.
Durch den Anstieg des Gelbkörperhormons in der zweiten Zyklushälfte (siehe Abbildung 1: Weiblicher Zyklus.) kommt es zu einem Anstieg der Körpertemperatur von 0,2 °C bis 0,5 °C.

Der Temperaturanstieg findet ca. 1-3 Tage nach dem Eisprung statt und bleibt bis zur Regelblutung erhalten. Durch tägliche Temperaturbestimmung können die unfruchtbaren Tage von den fruchtbaren sicher unterschieden werden. Voraussetzung ist ein stabiler regelmäßiger Zyklus. Die Temperatur muss dabei immer morgens nach mind. 6 h Nachtruhe vor dem Aufstehen gemessen werden (rektal oder vaginal). Krankheit, Alkohol sowie Schlafentzug sind Fehlerquellen.

3.2.2 Billingsmethode (PI 5 – 25)
Um den Einsprung herum ändert sich der Schleim am äußeren Muttermund und kann somit zur Bestimmung der fruchtbaren Zyklusphase herangezogen werden. Während der
unfruchtbaren Phase ist der Schleim klumpig und bildet einen Pfropfen am äußeren
Muttermund, so dass am Toilettenpapier kein Schleim beobachtet werden kann. Im Verlauf verflüssigt sich der Schleim und kann zwischen zwei Lagen Toilettenpapier-blättern ausgespannt werden. Hat der Eisprung stattgefunden, bildet sich der Schleim wieder zurück.

3.2.3 Symptothermale Methode (PI: 1,8 – 2,6)
Kombination aus Temperaturmethode und Billingsmethode

3.2.4 Knaus – Ogino (PI 9)
Zeitwahlmethode. Diese Verhütungsmethode kann nur bei einem stabilen Zyklus
angewendet werden. Es werden die fruchtbaren Tage errechnet. Dazu ist es erforderlich, 12 Monate den eigenen Zyklus zu überwachen.
Erster fruchtbarer Tag : Länge des kürzesten Zyklus MINUS 18 Tage
Letzter fruchtbarer Tag : Länge des längsten Zyklus MINUS 11 Tage

3.2.5 Verhütungscomputer ( PI 2 – 5)
Dies ist keine wirkliche Verhütungsmethode. Sie dient vielmehr dazu, die fruchtbaren Tage zu bestimmen, z.B. durch Temperaturmessung oder Hormonbestimmung im Urin.

3.2.6 Kondom (PI: 2 – 12)
Es ist das einzige Kontrazeptivum das auch einen effektiven Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bietet.
Das Kondom wird vor dem Geschlechtsverkehr über den erigierten Penis gezogen und sorgt dafür, dass keine Spermienflüssigkeit in die Scheide gelangt.

3.2.7 Kondom für die Frau (PI 2 – 25)
Das Kondom für die Frau besteht aus einer Hülle, welche zum einen Ende offen zum
anderen Ende hin geschlossen ist. Das geschlossene Ende wird vor dem Geschlechts-verkehr in die Scheide eingeführt und kommt vor dem inneren Muttermund zu
liegen. Damit verhindert es, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen.

3.2.8 Diaphragma/Portio-Kappe (PI 1 – 20)
Hierbei wird sowohl mechanisch als auch chemisch verhindert, dass Spermien in die
Gebärmutterhöhle gelangen und eine Befruchtung erfolgen kann. Diese Barriere, die vorher mit einer spermiziden Creme bestrichen wurde, wird in die Scheide vor den inneren Muttermund gelegt.

3.2.9 Spermizide (PI 3 – 21)
Spermizide sind Gels oder Zäpfchen, die durch ihre Inhaltsstoffe die Spermien abtöten bzw. ihre Beweglichkeit hemmen und damit die Befruchtung der Eizelle unterbinden.

3.2.10 Scheidenspülung (PI 31)
Das Spülen der Scheide nach dem Geschlechtsverkehr wird von manchen Frauen
durchgeführt in der Hoffnung, so die Spermien aus der Scheide zu entfernen, um eine
Schwangerschaft zu verhindern. Da die Spermien jedoch sehr schnell sind, funktioniert diese Methode nicht. Auch die Meinung, dadurch sexuell übertragbare Erkrankungen zu
verhindern, ist falsch.

3.2.11 Stillen (PI: 2 – 4)
Nach der Geburt verhindern bestimmte Hormone, die durch das Stillen freigesetzt werden, dass bei der Frau ein Eisprung stattfindet. Wie lange diese Hormone wirken, variiert jedoch.
Ein wichtiger Faktor ist hierbei, wie viel Zeit seit der Geburt vergangen ist und wie oft gestillt wird. Insgesamt ist Stillen kein kompetentes Verhütungsmittel.

3.3. Medikamentöse Methoden

3.3.1 „Pille“ (PI 0,1 – 0,9)
Die „Pille“ ist das am häufigsten eingesetzte Verhütungsmittel in Deutschland. Rund 83 %
aller Frauen, die verhüten, nehmen die sog. „Pille“ ein. Sie enthält beide weiblichen
Geschlechtshormone in jeweils unterschiedlicher Konzentration.
Das Wirkprinzip der Pille beruht auf einer Hemmung des Eireifungsprozesses und des
Eisprungs. Eine Befruchtung findet bei dieser Verhütungsmethode nicht statt.
 

Die gleichen Mechanismen, die zu einem Eisprung führen, bewirken auch, dass die
Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung eines befruchteten Eis vorbereitet wird. Sofern es unter der Pille doch zu einem Eisprung kommt, wurde dieser übergeordnete
Mechanismus nicht gehemmt. Es gibt daher keine theoretische Erklärung dafür, dass sich
ein befruchtetes Ei nicht einnisten sollte.
Fazit: sicher nicht abtreibend

3.3.2 Minipille: Ceracette, Mikrolut, Mikro-30, Ovoresta 28-mini (PI 0,5 – 3)
Minipillen sind reine Gelbkörperhormone, die jeden Tag zur selben Zeit eingenommen
werden müssen. Sie werden häufig in der Stillzeit verwendet und bilden zusammen mit dem Stillen eine suffiziente Verhütung.
Bei Mikrolut, Mikro-30, Ovoresta und 28-mini beruht die Wirkungsweise auf der Hemmung der Eileiterbeweglichkeit, der Hemmung des Aufbaus der Gebärmutter-schleimhaut und der Nicht-Passierbarkeit des Gebärmutterschleims für Spermien. In lediglich 28 % findet eine Hemmung des Eisprungs statt. Die zuvor erwähnten Umstände sind aber ausreichend, um die Befruchtung einer Eizelle zu verhindern.
Ob es bei dieser Art von Verhütung zu einer Hemmung der Einnistung eines bereits
befruchteten Eis kommt, ist spekulativ und kann durch Daten nicht belegt werden.
Im Gegensatz dazu hemmt Ceracette den Eisprung. Eine Befruchtung kann somit nicht
stattfinden. Sollte es doch zu einem Eisprung kommen, gelten die gleichen Bedingungen wie bei der Pille (vgl. 3.3.1).
Fazit: Für eine abtreibende Wirkung gibt es zwar keinerlei Hinweise, sie kann aber mangels Datenlage aus theoretischen Gründen nicht vollständig ausgeschlossen werden. Ausnahme Ceracette: sicher keine abtreibende Wirkung.

3.3.3 Vaginalring: Nuva Ring, Circlet (PI 0,4 – 0,6)
Dieser Ring wird vor dem inneren Muttermund wie ein Tampon platziert und verbleibt dort für 3 Wochen. Er gibt er kontinuierlich Gelbkörperhormon und Östrogen ab. Dadurch wird der Eisprung bei der Frau gehemmt1 und die Befruchtung einer Eizelle unterbunden.2
Somit gelten die gleichen Bedingungen wie bei der Pille (vgl. 3.3.1).
Fazit: sicher nicht abtreibend

3.3.4 Depotspritze (PI 0,3 – 0,88):
Depotspritzen enthalten lediglich das Gelbkörperhormon und werden alle 12-13 Wochen in den Oberarm- oder in den Gesäßmuskel gespritzt. Die Wirkung basiert auf der Hemmung des Eisprungs, der Heranreifung der Eizellen sowie der Spermienwanderung. Dadurch kann keine Befruchtung stattfinden.3
CAVE: Es gibt 3 Präparate auf dem Markt, Depot Clinovir, Sayana und Noristerat. Bei
Noristerat kommt es nach 5-7 Wochen bei den meisten Frauen zu einem Eisprung,4 so dass die Verhütung alleine auf den peripheren Mechanismen5 (Hemmung der
Eileiterbeweglichkeit, verminderter Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und Nicht-
Passierbarkeit des Zervixschleims) beruht. Ob eine Befruchtung einer Eizelle mit einer
anschließenden Hemmung der Einnistung möglich ist, wird von Experten bezweifelt. Daten hierzu gibt es nicht.
Für Clinovir und Sayana gelten die gleichen Bedingungen wie bei der Pille (vgl. 3.3.1).
Fazit: Clinovir und Sayana sicher nicht abtreibend.
Für eine abtreibende Wirkung von Noristerat gibt es zwar keinerlei Hinweise. Sie wird von
Experten bestritten, kann aber mangels Datenlage aus theoretischen Überlegungen nicht
vollständig ausgeschlossen werden.

3.3.5 Hormonstäbchen (Implanon) (PI 0 – 0,08)
Das Implanon ist ein Stäbchen, das im Bereich der Oberarminnenseite unter die Haut
eingesetzt wird. Es gibt eine kontinuierliche Menge an Gelbkörperhormon ab, unterdrückt
dadurch den Eisprung und macht den Gebärmutterschleim für Spermien nahezu
unpassierbar.6 Die Befruchtung einer Eizelle ist somit nicht möglich.7 Sollte es doch zu einem Eisprung kommen, gelten die gleichen Bedingungen wie bei der Pille (vgl. 3.3.1).
Fazit: sicher nicht abtreibend

3.3.6 Hormonpflaster (Evra) (PI 0,7 – 0,9)
Das Hormonpflaster besteht aus Gelbkörperhormon und Östrogen. Es wird auf die Haut
geklebt und alle 7 Tage gewechselt. Jede 4. Woche ist pflaster- und damit hormonfrei.
Hierbei werden kontinuierlich beide Hormone abgegeben und dadurch eine Hemmung des Eisprungs erreicht. Sollte es doch zu einem Eisprung kommen, gelten die gleichen
Bedingungen wie bei der Pille (vgl. 3.3.1).
Fazit: sicher nicht abtreibend

3.3.7 Kupfer (Cu2+) Spirale (PI 0,3 – 0,8), Cu2+ Kette (PI 0,1 – 0,5), Femena/-gold (PI 0,3 – 0,7), Nova T (PI 1), Goldlily (PI 0,4 – 0,7)
Durch die Spirale/Kette kommt es in der Gebärmutter zu einer Entzündungsreaktion der
Gebärmutterschleimhaut (Fremdkörperreaktion) als auch zu einer Beeinträchtigung der
Spermienbeweglichkeit und Lebensfähigkeit der Spermien. Das bedeutet, dass durch die
Anreicherung von Kupfer-Ionen im Gebärmutterschleim eine relevante Barriere gegenüber den Spermien entsteht. Weiterhin wird der Eizelltransport entlang des Eileiters gestört, so dass die Befruchtung einer Eizelle extrem unwahrscheinlich ist. Kupfer bewirkt eine Veränderung der Eizellen, so dass diese häufig in ihrer Funktion gestört sind. In
unterschiedlichen Studien wurde die Anzahl an Spermien im Eileiter8 sowie die Anzahl an
befruchteten Eizellen9 bei Frauen mit und ohne Spirale verglichen. Hierbei kamen sowohl
Hormonspiralen als auch Kupferspiralen zum Einsatz. Bei Frauen, welche mit einer Spirale verhüteten, wurden keine Samenzellen in der Gebärmutter und im Eileiter gefunden. Zudem zeigten sich keine befruchteten Eizellen.
Die verbreitete Annahme, dass die wesentliche Wirkung der Spirale auf der Zerstörung von Embryonen in der Gebärmutter beruht, kann somit durch empirische Daten nicht belegt werden.10
Fazit: kein Hinweis auf eine abtreibende Wirkung
CAVE: Die Kupferspirale als „Pille danach“ beruht auf einem anderen Wirkmechanismus, der nicht mit der chronischen Anwendung vergleichbar ist. Hier kann es sehr wohl zu einer Implantationshemmung kommen.

3.3.8 Hormonspirale: Mirena /Jaydess (PI 0,16 – 0,33)
Beide Präparate sind reine Gelbkörperhormonpräparate. Die Wirkung besteht in der
Hemmung der Spermien und des Eizelltransportes, so dass keine Befruchtung stattfinden
kann.11 Mehrere Studien zu Hormonspiralen konnten nicht beweisen, dass eine Einnistung eines bereits befruchteten Eis verhindert wurde. 8, 9

Fazit: kein Hinweis auf eine abtreibende Wirkung

3.3.9 Sterilisation bei der Frau und beim Mann (PI 0,2 – 0,3)
Bei der Sterilisation werden die Eileiter bei der Frau bzw. die Samenstränge beim Mann
durchtrennt. Somit kann kein Ei nach dem Einsprung mehr in die Gebärmutter gelangen, und kein Spermium beim Geschlechtsverkehr mehr in die Scheide gelangen. Das Risiko, trotz einer Sterilisation schwanger zu werden, liegt bei 0,2 - 0,3 %.
Fazit: sicher nicht abtreibend

3.3.10 Enthaltsamkeit (PI 0)
Die Enthaltsamkeit ist die einzige Möglichkeit, eine Schwangerschaft zu 100% zu verhindern.

4. Zusammenfassung

Es gibt viele unterschiedliche Verhütungsmittel auf dem deutschen Markt, die zunächst in
zwei Gruppen, Verhaltensmethoden und hormonelle Verhütungsmethoden, eingeteilt werden
können. Welches Verhütungsmittel zu welcher Frau passt, entscheidet die Frau mit dem
betreuenden Gynäkologen. Nach Ansicht der Autorin haben alle auf dem deutschen Markt
zugelassenen Verhütungsmittel keine abtreibende Wirkung. Bei der Minipille (mit Ausnahme
Ceracette), der Spirale und Noristerat gibt es unterschiedliche Expertenmeinungen, wobei
auch hier die Hemmung der Einnistung und damit eine abtreibende Wirkung rein spekulativ
ist und bisher nicht gezeigt werden konnte.

5. Literaturverzeichnis

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[https://www.uptodate.com/contents/intrauterine-contraception-background-and-device-types,Zugriff am 31.03.2020]

Autor: Dr. med. Nora Seegers
Oberärztin (in Elternzeit) an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Klinik der Universität am Caritas-Krankenhaus St. Josef

oberes Foto: Fotolia.com

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