Christen im Dienst an Kranken e.V.
Christen im Dienst an Kranken e.V.

Risikogruppen schützen

Dr. med. Matthias Klaus

 

Durch ärztlichen Eingriff wird das Leben von Embryonen (4.-8. Schwangerschaftswoche, SSW) und Föten (ab der 9. SSW) – kurzum: das ungeborene Leben – beendet!

Durch die ausgerufene Corona-Pandemie ist eine schon bereits vorbekannte Risikogruppe in den Mittelpunkt gerückt: ältere und kranke Personen. Sie sind in besonderer Weise gefährdet, an verschiedenen Erkrankungen zu versterben. Fast die Hälfte der Ü-80-Jährigen verstirbt aufgrund von Herz-Kreislauf- Erkrankungen, fast ein Drittel aufgrund von Krebserkrankungen, und ca. 10 % aufgrund von Atemwegsinfekten.

 

Für derzeit ca. 9000 Personen, die mit und an dem SARS-CoV-2 Virus verstorben sind, wurden Maßnahmen bisher ungekannten Ausmaßes ins Leben gerufen: Lockdown, Abstandsregeln, zeitweise Versammlungsverbot, Maskenpflicht etc.

 

Dabei wird geflissentlich übersehen, dass eine andere Risikogruppe nicht nur in weitaus höherem Maße gefährdet ist. Diese Gefährdung geht sogar von der Berufsgruppe aus, deren eigentliches Ziel es ist, Menschenleben zu retten: von Ärzten! Durch ärztlichen Eingriff wird das Leben von Embryonen (4.-8. Schwangerschaftswoche, SSW) und Föten (ab der 9. SSW) – kurzum: das ungeborene Leben – beendet! Jedes Jahr werden 100.000 Föten und Embryonen abgetrieben – jedes Jahr wird die Größe einer Kleinstadt vernichtet. Jeden Tag sterben 274 ungeborene Kinder durch den Eingriff eines Arztes, jede Stunde ca. 11 Kinder!

 

Oder anders formuliert: Alle 5 Minuten wird ein Kind ermordet! Das Risiko eines Ungeborenen, statt das Licht der Welt zu erblicken, durch ein Hormonpräparat oder einen chirurgischen Eingriff zu sterben, liegt bei ca. 10 %. Das heißt, dass knapp jedes 10. Kind abgetrieben wird.

Für den größten Teil der als Schwangerschaftsabbruch bezeichneten Morde gibt es keine medizinische Indikation, es handelt sich hier also nicht um Eingriffe, die nötig sind, um das Überleben der Schwangeren zu sichern.

 

96,1 % aller Abtreibungen werden aufgrund der Beratungsregelung vorgenommen. Bei der Beratungsregelung entscheidet sich die Schwangere bis zu einer Frist von 12 Wochen nach Empfängnis (Befruchtung der Eizelle) für eine Abtreibung. Sie führt zu diesem Zweck ein gesetzlich vorgeschriebenes Gespräch, eine sogenannte Schwangerschaftskonfliktberatung. Anschließend kann sie dann frühestens 3 Tage nach dem Gespräch die Abreibung durchführen lassen (s. hierzu: Die Fortschreitende Aushöhlung des Rechts auf Leben).

 

Der größte Anteil der Abtreibungen wird also bei den Fällen vorgenommen, in denen die Schwangere sich schlicht gegen ihr Kind entscheidet. Dabei ist zu bedenken, dass wir nicht nur über ein hochspezialisierten „Zellhaufen“ reden. Denn bereits in der 5. SSW beginnt das Herz zu schlagen, ab der 6. SSW kann der Embryo erste Bewegungen durchführen. In der 7. und 8. SSW sind die ersten Konturen des Gesichts erkennbar… Vollständiges Leben von Anfang an!

 

Hier wird ein Kind umgebracht, weil die Schwangere oder der Vater es nicht bekommen wollen. Ein Kind, was nie die Chance hatte, sich zu äußern, seinen Lebensdurst zu bekunden, die Welt zu entdecken. Dieses Kind wird nie die Chance haben, durch seine Stimme auf dieses große Unrecht hinzuweisen.

 

3,8 % aller Abtreibungen werden aufgrund einer medizinischen Indikation vorgenommen.² Hierunter fällt der sehr seltene Fall, dass das Überleben der Mutter sonst nicht möglich wäre. Jedoch sind unter dieser Indikation auch alle die Fälle mit eingeschlossen, die 1975 bis 1993 als eugenische Indikation bekannt waren. Durch die fortgeschrittene Präimplantationsdiagnostik können Schwangere ohne Risiko (aber auch nur mit eingeschränkter Gewissheit) erfahren, ob ihr Kind an einer genetischen Erkrankung leidet oder nicht.

 

Neun von zehn Schwangeren, deren ungeborenes Kind positiv auf Trisomie 21
(Down-Syndrom) getestet wird, entscheiden sich für eine Abtreibung!

 

Dabei wird darüber argumentiert, dass eine Gefahr für den seelischen Gesundheitszustands der Schwangeren vorliegt, die ohne eine Abtreibung nicht abzuwenden sei. Es darf nach den Eugenik-Maßnahmen unter der Nazi-Herrschaft nicht der Eindruck erweckt werden, als ob hier erneut eine Selektion der Behinderten unserer Gesellschaft erfolgt, daher wird über den mütterlichen Gesundheitszustand argumentiert!

 

0,00017 % aller Abtreibungen werden aufgrund der kriminologischen Indikation vorgenommen.² Im Jahr 2019 waren es 17 Abtreibungen, die aufgrund einer Vergewaltigung oder aufgrund des Alters der Schwangeren (bis zum vollendeten 13. Lebensjahr) durchgeführt wurden.

 

Fazit: Jedes Jahr werden ca. 100.000 Kinder, die noch nicht geboren wurden, umgebracht. Sie stellen die Zahlen der sogenannten Corona-Toten weit in den Schatten. Sie sind hochgradig gefährdet – nicht etwa durch eine Erkrankung, sondern durch ärztliche Eingriffe. Sie sind schutzlos und stumm. Daher bedarf es unserer Stimme, damit sie Gehör finden in einer Gesellschaft, in der maßloses Un-recht stillschweigend geduldet wird!

Foto: Bild von waldryano auf Pixabay 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Christen im Dienst an Kranken e.V.