Christen im Dienst an Kranken e.V.

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Marburger Erklärung

 



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Die Heilung des ganzen Menschen aus medizinischer und theologischer Sicht –
Ist die Alternativmedizin eine Alternative?

Unter diesem Thema fand am 12.Mai 2004 ein öffentlicher Vortrag an der Universität Marburg statt. Referenten waren Prof. Dr. med. Manfred Weise von der Universität Gießen und Dr. theol. W. Nestvogel, Dozent an der Akademie für Reformatorische Theologie in Marburg (ART)1. Eingeladen hatte die Studentenmission Deutschlands (SMD). Zunächst wurde die Entwicklung der wissenschaftlichen Medizin mit dem enormen Fortschritt skizziert und auf die Problematik der zunehmenden Spezialisierung hingewiesen.

Der spezialisierte Arzt konzentriert sich oft nur auf ein Organ und verliert dabei häufig den Blick für den ganzen Menschen in seiner Individualität und Einheit aus Körper, Seele und Geist. Der Auftrag des Arztes ist ein diakonischer, wie es der Arzt Lukas in dem gleichnamigen Evangelium vom barmherzigen Samariter beschreibt. (Lukas 10,Vers 25-37). So benötigt der Kranke vom Arzt neben einer guten wissenschaftlichen Medizin Trost und liebevolle Zuwendung. In einer Zeit, in der das Gesundheitswesen fast ausschließlich von wirtschaftlichen Gesichtspunkten geprägt ist, wurden in diesem Vortrag die anwesenden Medizinstudentinnen und -studenten ermutigt, sich vom ursprünglichen Auftrag des Arztberufes leiten zu lassen und diesen später einmal mit Freuden auszuüben.

Die Patienten brauchen darüber hinaus Hoffnung, was ihre Zukunft anbetrifft. Sie stellen Fragen nach Heilung und Sterben. Hier haben gläubige Ärztinnen und Ärzte den Auftrag, die frohe Botschaft von Jesus Christus zu bringen - eine Hoffnung auf ein ewiges Leben bei Christus nach dem Tod.

Die Alternativmedizin stellt keine Alternative dar, da sie einer wissenschaftlichen Prüfung nicht standhält und von einem falschen Menschen- und Weltbild ausgeht. Bei der Alternativmedizin steht ein so genanntes vibrierendes Universum im Mittelpunkt von dem kosmische Energie ausgehen soll. Dabei soll auch der Mensch in Harmonie mit dem Kosmos gebracht werden. Man spricht auch von einem kosmischen Menschen. Krankheit bedeutet danach eine Störung des Energieflusses.

Dr. W. Nestvogel zeigte von der Bibel her die Zusammenhänge von Sünde, Krankheit und Tod auf. Mit der Sünde sind Krankheit und Tod in die Welt gekommen und schließlich stirbt jeder einmal an einer Krankheit. Es ist aber nicht jede Krankheit auf eine bestimmte Sünde des betreffenden Menschen zurückzuführen. In der Bibel gibt es keine Zusage Gottes für eine körperliche Heilung, wenn man dafür betet. Gott ist in dieser Frage völlig souverän.

Dennoch sollen sich Christen auch um das leibliche Wohl ihrer Mitmenschen kümmern. Höchste Priorität beansprucht aber die Heilung des durch Sünde verdorbenen Gottesverhältnisses – hier liegt die Schicksalsfrage jedes Menschen.

Für den Gläubigen gilt, dass er einmal bei Christus sein und dann einen neuen Auferstehungsleib erhalten wird, der unsterblich ist.
So lesen wir in Offenbarung 21, Vers 4
 

Und Gott wird abwischen
alle Tränen von ihren Augen,
und der Tod
wird nicht mehr sein,
noch Leid noch Geschrei
noch Schmerz wird mehr sein;
 denn das Erste ist vergangen.
 

In der anschließenden Diskussion wurde auch auf die Marburger Erklärung zur Homöopathie (Beschluss des Fachbereichsrates vom 2.12.1992) hingewiesen. Darin heißt es unter anderem:

„Das geistige Fundament der Homöopathie besteht aus Irrtümern (Ähnlichkeitsregel, Arzneimittelbild, Potenzieren durch Verdünnen). Ihr Konzept ist es, diese Irrtümer als Wahrheit auszugeben.
Ihr Wirkprinzip ist Täuschung des Patienten, verstärkt durch Selbsttäuschung des Behandlers.“

Diese Erklärung gilt bis heute und deshalb darf die Alternativmedizin an der Universität Marburg nicht gelehrt werden.


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[1]Studium an der ART
Nicht nur für Pastoren, Prediger, Evangelisten, Missionare....
sondern auch: begleitendes "studium generale" für Lehrer (u.a. in den geisteswissenschaftlichen Fächern), Lehramtskandidaten und alle, die ihr "normales" akademisches Fach mit einer biblisch-theologischen Grundlegung ergänzen wollen.


www.reformatio.de
 

Adresse:
Akademie für Reformatorische Theologie
Alter Flughafen 18, D-30163 Hannover

 

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