Christen im Dienst an Kranken e.V.

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Umgang mit Menschen in schwierigen Lebenslagen

 Bericht vom Seminar in Scheibenberg/Sachsen vom 14.-16.05.04
 Christine Müller

Wir leben heute in einer Zeit, in der Depressionen und Angstzustände zunehmen. Vielfach werden wir als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Gesundheitsdienst, aber auch darüber hinaus mit diesen Phänomenen konfrontiert. Was wissen wir über die Hintergründe? Vor allem: Welche Hilfen bieten wir als Christen an?

 Etwa 30 Teilnehmerinnen verschiedener Altersstufen trafen sich im Erzgebirge in der Begegnungs- und Bildungsstätte der Ev.- meth. Kirche, um diesen Fragen nachzugehen. Das Anliegen des Seminars war es, Orientierung und Hilfestellung für den Umgang mit Menschen in schwierigen Lebenslagen zu geben. Es wollte Mut machen, auch bei diesen Problemen ganz dem Wort Gottes zu vertrauen.  

 Der Referent, Dr. med. Ottfried Windecker, stellte im 1. Vortrag die vielfältigen Symptome der Depression vor, die neben seelischen  auch eine Reihe von körperliche Anzeichen beinhalten. Aus der Depression können sich eine Reihe von psychosozialen Folgen ergeben. Auch ging der Referent auf die möglichen Ursachen der Depression ein, wie sie in der Medizin gelehrt werden, sowie auf in der Medizin üblichen Therapieverfahren. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Wirkungsweise von antidepressiven Medikamenten wissenschaftlich nicht schlüssig belegbar ist.

Im 2.Vortrag ging es um die biblische Perspektive der Depression, deren geistliche Ursachen und Gottes Therapie. Belegt wurde dieser Teil anhand von  drei Personen aus der Bibel, die sich in einer Depression befanden und von Gott therapiert wurden: Hanna, Elia und Jona. Hierbei wurde deutlich, dass Egoismus und Selbstmitleid als Reaktion auf äußere Lebensumstände bei der Entstehung von Depressionen eine große Rolle spielen.

 Thema des letzten Vortrags waren Ängste und ihre Bewältigung. Zunächst ging es um das Wesen und den Ursprung der Angst, sowie deren  Grundformen. Es wurde aufgezeigt, welche Kriterien der pathologischen Angst zugrunde liegen und die üblichen Versuche des Menschen, mit der Angst fertig zu werden. Daneben steht Gottes Angebot zur Überwindung der pathologischen Angst.

 In beiden Themenkomplexen wurde deutlich, dass bei der Überwindung von Depression und Angst der Wille des Menschen in geistlicher Hinsicht eine große Rolle spielt.

 Im Anschluss an die Vorträge gab es einen regen Austausch von Erfahrungen bei der Betreuung von Menschen  mit seelsorgerlichen Problemen. 

Kassettenaufnahmen des Seminars sind im CDK- Büro erhältlich

 

In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden

 (Joh.16,33)

 Was sollten wir fürchten?

Den Tod?
„Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn“

Die Verbannung?
„Des Herrn ist die Erde und was sie erfüllt.“

Den Verlust der Güter?
„ Wir haben nichts ins die Welt gebracht und werden auch nicht aus ihr herausnehmen.“

Was die Welt
Schreckliches hat –
ich verachte es.

Was die Welt
Reizendes hat -
ich spotte dieser Dinge.

Ich zittere nicht vor
Armut, ich verlange nicht nach Reichtum.

Ich bebe nicht vor dem Tode;
ich hänge nicht am Leben.

Baue ich vielleicht auf eigene Kraft? - Nein.

Ich besitze die Verheißung des Herrn.
Ich trage seine Handschrift bei mir;
Auf diese stütze ich mich wie auf einen Stab.
Mag der ganze Erdkreis erschüttert werden,
ich halte den Schutzbrief meines Herrn in der Hand,
ich lese seinen Inhalt, der mir eine Mauer
und ein unbezwingbarer Schutzwall ist.

Soll ich Euch den Schutzbrief meines Herrn vorlesen?

„Ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende!“
Christus ist bei mir! Wen soll ich fürchten?


Johannes Chrysostomus um 400 n. Chr.

 

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