Christen im Dienst an Kranken e.V.

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- in Deutschland eine nicht charismatische Dienstgemeinschaft -

 

Wir werden immer wieder gefragt:

Handelt es sich bei Christen im Dienst an Kranken e.V. in Deutschland um ein charismatisches Werk? Wenn nicht, wie grenzt sich unsere Gemeinschaft von der Charismatischen Be­wegung ab?

Einige Punkte, die belegen sollen, daß wir eine nicht charismatische Bewegung sind:

Unser Auftrag lautet: Seelsorge - nicht übernatürliche Heilung am Krankenbett. Wir wollen in aller Schlichtheit den Herrn Jesus bezeugen und Ihn bitten, daß Er uns durch den Heiligen Geist Sündener­kenntnis und Buße schenke und daß Menschen durch unser Zeugnis zu Jesus Christus finden.

Wir wollen nicht den Gesundheitsdienst durch den Heiligen Geist reformieren las­sen. Dies wird Jesus Christus einmal tun, wenn Er wie­derkommt.

Den Heiligen Geist verstehen wir nach der Bibel: Er verherrlicht allein Jesus Christus. Er offenbart Ihn uns immer neu. (Johannes  16,14)

Er ist das Licht, das uns Erkenntnis gibt im Blick auf die Sünde, die Heilige Schrift, die Gaben Gottes und auch den Zeitgeist. (Johan­nes 16, 8-11)

Der Heilige Geist wird uns in alle Wahr­heit lei­ten, nicht aber Reformen im Ge­sundheitswe­sen auf menschlicher Ebene herbeiführen, und wären sie noch so geistlich verpackt. Hier wer­den oft die Ebenen verwechselt. (Johannes 16,13)

Der Heilige Geist will stets die Erneue­rung des geistlichen Menschen und die der Gemeinde. Das wird sich auf die Ge­sundheit auswirken.

Wir sehen unseren schwerpunktmäßigen Auftrag an unserem Arbeitsplatz im Ge­sundheitsdienst, aber auch da, wo Gott uns sonst hingestellt hat. Wir wollen durch unse­ren Dienst Zeugnis von un­serer Hoffnung in Jesus Christus geben. Unsere geistliche Zurüstung und auch unser Weg im All­tag, gründen sich allein auf das ewig gültige Wort Gottes. Unseren Dienst wollen wir in aller Nüchtern­heit und Demut tun.

Jesus Christus selbst warnt uns in Matthäus 24 eindringlich vor den Verführun­gen, die seiner Wie­derkunft vorausgehen.

Hierzu gehört auch die Charismatische Be­wegung. Sie beruht auf einem unbibli­schen Verständnis von Jesus Christus, dem Heili­gen Geist, der Sünde und den Dämonen.

Ausdruck sind oft sogenannte Wunderhei­lungen, Visionen, Zungenreden, geistli­che Kampfführung, Jesus-Märsche und Demon­strationen, "Gemeinde-Erneue­rung", Gei­stestaufe usw.

Ein Teil davon ist von einem Geist von un­ten, nicht vom Heiligen Geist hervor­geru­fen.

Wer in einer Gemeinde vom Pfingstgeist infiziert wurde oder gar die "Geistestau­fe" erhalten hat, kann nur durch wirkliche Buße frei werden. "Wen der Sohn frei macht, der ist recht frei" (Johannes 8,36).

Kennzeichen in den charismatischen Gemeinden sind oft:

  1. Chorusse und charismatische Lieder, beson­ders von "Jugend mit einer Mis­sion" oder Gra­ham Kendrick. Mit dieser sogenannten Lob­preismusik bzw. den An­be­tungsliedern soll eine Verände­rung in der unsichtbaren Welt er­reicht werden.

  2. Einladungen und Teilnahme an Gemein­dekon­gressen in Nürnberg

  3. Seminare über Gabenteste

  4. "Toronto-Segen"

Anhänger der New-Age-Bewegung schrei­ben, daß sie "den gleichen Geist" in der Charismatischen Bewegung finden und daß gemeinsame Wurzeln bestehen.

Wir erleben heute weltweit den Schulter­schluß der Evangelikalen mit den Adven­tisten und Katholiken als Vorbereitung auf die Welteinheitskirche.

In der Nachfolge des Herrn Jesus geht es um den Kreuzesweg, nicht um den Kon­sens und das menschliche Aufeinanderzu­gehen, sondern um die göttliche Wahrheit: "Es steht geschrieben".

Prof. Dr. med. Manfred Weise

( 1. Vorsitzender von CDK e.V.)

Literaturangaben:

Rudolf Ebertshäuser: Die Charismatische Beweg­ung im Licht der Bibel  

Rudolf Ebertshäuser: Der Charismatische Lobpreis aus biblischer Sicht  CLV

Wolfgang Bühne: Spiel mit dem Feuer, CLV

Dave Hunt: Die okkulte Invasion, CLV


 

Stellungnahme zum Gebrauch der "Zungenreden"

Es handelt sich bei der "Zungenrede" um eine "menschliche"  Sprache  -  keine "Engelszunge" (Apg 2,1; 1Kor 12,8-10; 1Kor 13,1). Es handelt sich um eine geringe Gabe.

Die Adresse der Zungenrede ist Gott (1Kor 14,2 und 28).

Der Inhalt der Zungenrede ist: Beten, Lobsingen, Preisen, Danksagung (1Kor 14,14-17).

Die Botschaft ist nicht an Menschen gerich­tet, sondern an Gott; der Inhalt dient zur Erbauung.

Die Gnadengabe der Zungenrede besteht darin, daß Gott in einer nicht gelernten   "Fremdsprache" gelobt wird; Ihm gedankt wird!

Solches Beten ist kein vertieftes, mehr ver­inner­lichtes Beten, kein "besserer" Lobpreis - davon weiß die Bibel nichts! - gegenüber dem "verständ­lichen" Be­ten.

Die Fähigkeit des Zungenredens ist eine Wir­kung des Heiligen Geistes, bedeu­tet aber niemals eine "Ausscheidung" der eigenen Persönlichkeit des Beters.

Der Heilige Geist bedient sich niemals direkt nur der "Sprach­werkzeuge" eines Men­schen!

In Epheserbrief 6,18 geht es um das Beten in der Kraft des Heiligen Geistes (Jud 20), nicht um das Sprachengebet, das ja nur Lobpreis beinhaltet. Die Bibelstelle im 1Kor 14,15 meint dagegen das Sprachen­gebet, das mit dem menschlichen Geist vollzogen wird. So heißt es in Vers 14: So betet mein Geist!

Ursprünglich war der Zweck der "Zungen-" oder Sprachenrede ein Zeichen, mit dem Gott die Ver­kündigung des Evangeliums an alle Menschen bestä­tigt (Mk 16,15-16, 20). Jedoch in Hebr 2,4 gehört das Sprachen­gebet bereits der Vergangen­heit an. Die Bestätigung war durch zwei oder drei Zeugen ausreichend.

Die spezielle Zeichenfunktion der Sprachenrede war ein Zeichen für Ungläubige,  und zwar für un­gläubige Juden (1Kor 14,22). Durch die Sprachen­rede wurde den Juden gezeigt, daß das Evange­lium nun allen Völkern, nicht mehr nur den Juden, gilt; Menschen auch aus anderen Sprachen haben Zugang zu ihrem Gott, indem auch sie Seinen Heiligen Geist empfangen (1Kor 12,13).

Sprachenrede war im be­schränkten Maße in der Gemeinde von Paulus zuge­lassen; ihr Wert ist gering, sie steht an letzter Stelle (1Kor 12,10,30). Das ganze Kapitel 14 vom 1. Korintherbrief, insbe­sondere die Verse 1 - 25 und 27, dient dazu das Ausüben der Sprachenrede einzudämmen! Also keine Bot­schaft an Menschen!

Eine gemeinsame Sprachen­rede oder Sin­gen ist nicht erlaubt! In Vers 27 von 1. Ko­rinther 14 heißt es: nacheinander - es muß alles ausgelegt wer­den.

Über  das  Aufhören   der Sprachenrede schreibt Paulus im 1Kor 13,8. Seit dem Jahr 70 nach Christi Geburt ( Zerstörung des Tempels - Gericht an den Juden) ist das jüdische Volk nicht mehr da, das Evange­lium von Jesus Chri­stus zu verhindern (1Thess 2,15).

Das Heil ist von Israel auch auf die Heiden über­gegangen. Damit war der ei­gentliche Zweck der Sprachenrede erfüllt.

Sie ist nun überflüssig und dürfte von Gott zurück­ge­nommen sein

Stellungnahme zur "Handauf­legung"

Der Heilige Geist wird durch den Glau­ben empfan­gen (Gal 3,2; Eph 1,13; Joh 7,39) und ist nicht an Handauflegen ge­bunden, auch nicht bei der Aus­teilung von Gnadengaben.

Der Heilige Geist ist völlig souverän (1Korinther 12,7-11). Er schenkt die Gna­dengaben dort, wo das Wort Gottes im Mit­telpunkt steht und fest­gehalten wird (1Kor 1,5-7).

Der Heilige Geist schenkt die Gnadengaben nach eigens von ihm bestimmten Maß

(Röm 12,3-6).

Die einzige direkte Anweis­ung im Bezug auf Handauflegung ist eine Warnung (1Tim 5,22).

Sie soll niemals vorschnell gesche­hen, weil da­durch auch geist­liche Verun­reinigung, Übertragung von Sünden und Sündenmächten erfolgen kann (3Mose 4,16 ff.).

Die „Handauflegung“ darf dort geschehen, wo man sich gut kennt, wie z.B. Paulus und Timotheus (1Tim 4,14). Ihr Ort ist die Ge­meinde. Die Ausfüh­ren­den sind die Älte­sten der Gemeinde. (Jak 5,14-16)

 

Prof. Dr. med. Manfred Weise

 

Herr. lehre uns beten

                                               Lukas 11 , 1

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