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Praktische Hinweise für
Krankenbesuche
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Voraussetzung für einen Krankenbesuch ist nicht ein
großes Wissen, sondern Gottes Auftrag dazu und Ihre Liebe zum Kranken.
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Beten Sie vor dem Besuch für den Kranken, daß Gott
Ihnen die rechten Worte zur rechten Zeit schenkt.
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Sprechen Sie beim Krankenbesuch in einer
Privatwohnung die Zeit für den Besuch mit den Angehörigen ab. Auch bei einem
Besuch im Krankenhaus oder Altenheim ist das oft gut, damit der Kranke nicht
zuviel Besuch auf einmal bekommt oder zu anderen Zeiten niemand da ist.
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Kommen Sie zur Besuchszeit oder holen Sie sich die
Erlaubnis zum Besuch und beachten Sie die Regeln des Krankenhauses /
Altenheimes.
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Sprechen Sie mit den Angehörigen oder mit dem
Pflegepersonal über das, was dem Kranken mitgebracht werden kann. Ein
Fettstift für die Lippen kann z. B. ein gutes Mitbringsel sein. Überlegen
Sie, worüber gerade dieser Mensch sich freuen würde.
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Wählen Sie Literatur sorgfältig aus: keine schweren
Bücher; kurze Texte mit Bildern sind oft angebracht. Denken Sie bei
Bibelverskarten oder anderen Kleinigkeiten auch an die Mitpatienten, wenn Sie
jemand in einem Mehrbettzimmer besuchen.
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Viele Menschen haben heute einen Kassettenrecorder
oder CD-Player. Bringen Sie Bibelkassetten mit oder andere christliche
Kassetten (z.B. gute Liedkassetten oder Kassetten von Gottesdiensten der Gemeinde).
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Erkundigen Sie sich bei Schwerkranken vorher nach
dem gegenwärtigen Zustand.
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Bringen Sie genügend Zeit mit und gleichzeitig die
Bereitschaft, schnell wieder zu gehen, wenn ein Bleiben nicht angebracht
ist. Manchmal reichen 10 Minuten schon aus. Überfordern Sie den Kranken nicht
durch zu langes Bleiben.
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Wiederholte kurze Besuche sind oft besser als ein
langer.
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Klopfen Sie an, bevor Sie den Raum betreten und überzeugen
Sie sich, besonders im Einzelzimmer, daß Sie nicht im falschen Moment
eintreten. Die Krankenschwester, die Ihnen die Erlaubnis zum Besuch gibt,
kennt vielleicht die augenblickliche Situation im Krankenzimmer nicht.
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Grüßen Sie, wenn Sie das Krankenzimmer betreten.
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Respektieren Sie die Würde und das Privatleben des
Kranken. Falls notwendig, verlassen Sie den Raum, wenn der Kranke einen
Morgenrock anziehen will, erst zugedeckt werden muß oder wenn Mitarbeiter
etwas an ihm zu verrichten haben.
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Setzen Sie sich in Augenhöhe des Kranken. Das drückt
aus, daß Sie auf gleicher Ebene mit ihm sind und daß Sie Zeit für ihn haben.
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Achten Sie auch auf die nähere Umgebung des
Kranken, z.B. auf das, was auf dem Nachttisch liegt (z.B. Zigaretten,
christliche Literatur, Zeitschriften).
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Seien Sie vorsichtig mit Schläuchen usw., die am
Bett befestigt oder in der Nähe des Kranken sind.
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Beginnen Sie das Gespräch mit dem Kranken mit
allgemeinen Fragen, z.B.: "Wie geht es Ihnen?" "Wie lange sind
Sie schon im Krankenhaus?" "Was beschäftigt Sie jetzt besonders?"
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Lassen Sie den Kranken das Gespräch bestimmen. Wenn
er jetzt nicht über ein bestimmtes Thema sprechen will, heißt das nicht, daß
er es bei einem anderen Besuch nicht doch möchte.
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Zeigen Sie Liebe und Verständnis. Seien Sie ein
guter Zuhörer.
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Berichten Sie etwas aus der gewohnten und alltäglichen
Umgebung des Kranken, sofern er es möchte und verkraften kann. Damit zeigen
Sie ihm, daß Sie ihn am Leben außerhalb des Krankenhauses teilnehmen lassen.
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Teilen Sie eigene positive Erfahrungen von Gottes
Trost und Durchhilfe mit, wenn das angebracht ist, und geben Sie dem Kranken die
Gelegenheit, von seinen zu berichten.
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Sprechen Sie in einer angemessenen Lautstärke.
Denken Sie auch beim Singen daran, daß manche Kranke geräuschempfindlich
sind. Holen Sie sich die Erlaubnis der Mitpatienten, wenn Sie im Zimmer singen
wollen.
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Erwähnen Sie nicht unbeabsichtigt, um was für eine
Station es sich handelt oder warum der Kranke dort ist. Es kann sein. daß der
Kranke die Art oder Schwere seiner Krankheit nicht kennt. Oft ist es nicht
unsere Aufgabe, ihm das zu sagen. Seien Sie aber offen für ein ehrliches
Gespräch, wenn dem Patienten sein Zustand verschwiegen wird, er ihn aber
erahnt oder doch weiß. Belügen Sie Patienten nicht.
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Suchen Sie einen Anknüpfungspunkt für ein
geistliches Gespräch, aber erzwingen Sie es nicht.
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Seien Sie darauf vorbereitet, einen Kranken zu Jesus
Christus zu führen und ihn danach im Glauben zu begleiten.
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Ermutigen Sie gläubige Kranke, dem Herrn Jesus
weiterhin zu vertrauen und eine tiefere Beziehung zu Ihm zu suchen. Helfen Sie
ihm, Vergebung zu suchen und anzunehmen, wenn das nötig ist, aber denken Sie
daran, daß die meisten Krankheiten nicht mit persönlicher Sünde zusammenhängen,
sondern Folge des Sündenfalles sind. (Beispiel: der Blindgeborene in Johannes
9 und Hiob). Vermitteln Sie, wenn nötig, ein Gespräch mit einem bibeltreuen
Seelsorger.
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Bieten Sie an, mit dem Kranken zu beten und lesen
Sie Gottes Wort mit ihm.
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Sagen Sie dem Kranken, daß Sie bereit sind,
praktisch zu helfen, z.B. eine Nachricht weiterzugeben, einen Telefonanruf
zu erledigen. Beachten Sie die Bedürfnisse des Kranken.
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Seien Sie erreichbar für den Kranken. Hinterlassen
Sie Ihre Telefonnummer und Adresse, wenn er sie nicht schon hat.
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Halten Sie die zugesagten Besuche ein, weil der
Kranke diese erwartet und sich
darauf freut.
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Beziehen Sie das Pflegepersonal bzw. die Angehörigen,
die den Kranken betreuen, bei Ihren Besuchen mit ein. Sie sind es, die die
meiste Zeit mit dem Kranken verbringen. Einige sind vielleicht Christen -
versuchen Sie sie kennenzulernen, denn auch sie können dem Kranken
geistlich weiterhelfen.
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Beten Sie auch nach dem Besuch für den Kranken.
Vermeiden Sie:
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Blumentöpfe oder große Blumensträuße
mitzubringen.
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zu lange zu bleiben, weil es den
Kranken selbst oder seine Mitpatienten zu sehr ermüden könnte. Achten Sie
auch darauf, daß Sie nahen Verwandten nicht die Möglichkeit nehmen, mit
ihren Angehörigen zu sprechen.
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den Stuhl zu nehmen, der dem
Kranken am nächsten steht, wenn dadurch der Ehemann, die Ehefrau, nahe
Verwandte oder Freunde weiter weg sitzen oder am Fußende stehen müssen.
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auf dem Bett zu sitzen. Es ist in
den meisten Krankenhäusern verboten und stört den Kranken, besonders nach
Operationen oder bei Schmerzen.
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dem Kranken auf seinen Wunsch hin
Essen oder Trinken zu geben, ohne es vorher mit den Pflegenden abgesprochen
zu haben. Es kann einen Grund geben, warum er bestimmte Dinge nicht essen
oder trinken darf.
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spezielle Fragen über die
Krankheit zu stellen, z.B. "Hast Du Krebs?"
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den Kranken mit Ihren eigenen
Sorgen und Nöten zu belasten.
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zu persönlich zu werden, z.B. von
"im Falle deines Todes ..." zu sprechen. (Ausnahme: Wenn der Kranke
selbst darüber reden will und dieses Thema beginnt.) Reden Sie mit ihm lieber
über das ewige Leben.
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